Stuka

Stuka. Das war früher die gebräuchliche Abkürzung für Sturzkampfbomber. Die Sturzkampfbomber visierten ihre Ziele im Sturzflug an und hatte dadurch eine relativ hohe Zielgenauigkeit. Während des Sturzflug erzeugte eine Fahrtwindsirene einen schrillen, kreischenden Ton der eine immense psychische Wirkung auf den Gegner ausübte.

Stuka. Genau das Wort kommt einem Anrainer bei den wenige Meter am Haus vorbei donnernden LKW in den Sinn. Speziell in den frühen Morgenstunden, wenn das gesamte Verkehrsaufkommen noch gering ist, stechen die spezifischen Lärmpegel der Lastwagen ganz besonders hervor.

Die LKW sind nämlich – ähnlich der Stuka – bereits über eine Minute vor dem „Einschlag“ also dem Vorbeifahren zu hören. Die Reifen der LKW und das Fahrtwindgeräusch haben eine spezielle Lärmcharakteristik. Es ist ein wummerndes, teilweise sirenenhaftes Geräusch, dass mit sinkenden Abstand fortwährend zunimmt und immer lauter wird. Der Höhepunkt des Lärmpegel ist erreicht wenn der tonnenschwere Kollos bei den Häusern vorbei donnert und die Wände zittern.

Analog zu den Stuka im zweiten Weltkrieg haben auch die durch den Ort fahrenden Lastwägen eine psychologische Wirkung. Die unerwarteten Lärmpegel sorgen bereits im Schlaf für die Ausschüttung von Streßhormonen.

Die Folgen sind:

  • Schlafstörungen mit allen kurz- und langfristigen Konsequenzen,
  • Kreislaufbedingte Erkrankungen,
  • Hormonelle Reaktionen und die daraus folgenden negativen Konsequenzen für den menschlichen Stoffwechsel, höherer Blutdruck,
  • Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit in der Schule und am Arbeitsplatz
  • Beeinträchtigung im sozialen Verhalten

Die nachweisliche Schädigung der Anrainer wird für die Freiheit der LKW und PKW in Kauf genommen. Die freie, ungehemmte Fahrt der LKW und PKW ist wichtiger als die Gesundheit der Anrainer

Siehe dazu:

Unsere Behörden – Die Bewahrer der Wohlfühlzonen für LKW und PKW
Umweltbundesamt: Auswirkungen von Lärm (externer Link zum Umweltbundesamt)

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