Die Bewahrer

Unsere Behörden – die Bewahrer der Wohlfühlzonen für LKW und PKW.

Ein anschauliches Beispiel auf welcher Seite unsere Behörden stehen, und welche Interessen sie tagtäglich vertreten lieferte DI Dr. Wolfgang Dafert, seines Zeichens Leiter der NÖ Straßenbauabteilung 1 in einem Leserbrief an die NÖN.

Anstatt auf die Anforderungen und Bedürfnisse der schwächsten Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen werden seitens der Behörde die Interessen der LKW- und PKW geschützt. Jede Unterbrechung oder Verminderung des Verkehrsfluss ist aus Sicht der Behörde zu vermeiden. Und als Draufgabe werden berechtigte Forderungen der Bürger mit absolut praxisfernen Aussagen öffentlich lächerlich gemacht. Jeder der selbst Kinder hat und diese alleine über eine stark befahrene Straße gehen lässt, weiß das NIEMAND stehen bleibt. Und selbst wenn jemand stehen bleibt (was praktisch nicht vor kommt) ist die Gefahr umso höher von einem überholenden Auto oder LKW erfasst zu werden.

Die Behörde hat es sich offensichtlich zur Aufgabe gemacht die zu Wohlfühlzonen für LKW und PKW ausgebauten öffentlichen Flächen weiterhin den motorisierten Individualverkehr zu opfern.

  • Anstatt auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen werden lediglich die Bedürfnisse der Autos und Lastwagen bedient.
  • Anstatt die Planung bei den Schwächsten zu beginnen, werden die Interessen der stärksten Verkehrsteilnehmer vertreten.
  • Anstatt auf die Probleme und Sorgen der betroffenen Bürger einzugehen, werden diese von oben herab zurechtgewiesen.

Machen sie sich selbst ein Bild vom Leserbrief des Hr. Dafert und von der gelungenen Antwort eines Lesers:

Planungskompetenz – Prioritäten

Ein aktuelles und anschauliches Beispiel für die nicht vorhandene Planungskompetenz und die Prioritäten der Behörden sind anhand der 30er Zone in Sierndorf ersichtlich:

Bei der Volksschule wurde eine 30er Zone errichtet. Leider wieder völlig verkehrt herum ohne begleitende Maßnahmen wie Rückbauten und dem ausschließlichen Aufstellen von Schildern.. Die drei wichtigsten Kritikpunkte:

  1. Wirklich effektiv kann eine 30er Zone nur über Rückbauten realisiert werden. Verkehrsschilder greifen in die falsche Ebene ein. Es wurden also nur mehr oder weniger wirkungslose Schilder aufgestellt, denn man möchte den Autos ja nicht zu viel Freiraum weg nehmen. Da nimmt man lieber den Kindern den Freiraum weg..
  2. Konsequenterweise wurde die 30er Zone auf insgesamt 2,5 Stunden pro Tag minimiert! Irre.. Die 30er Zone gilt nämlich nur an Schultagen zu Unterrichtsbeginn und -ende von 07:00 – 08:00 und von 11:30 – 13:00.. Ein echte Schildbürgerstreich. 30er Zonen können sich nur etablieren wenn sie immer gelten.
  3. Als Draufgabe feiert man nun das die Zeiten um ganze 30min erweitert wurden! Man kann es kaum glauben.  Anstatt eine richtige, wirksame Verkehrsberuhigung die den Schutz der Kinder gilt zu realisieren, werden halbherzige Nichtlösungen gemacht und in Folge eine minimale Erweiterung als Erfolg gefeiert..

Die Autos im Bezirk Korneuburg brauchen sich nicht sorgen. Denn sie haben die BH Korneuburg die genau darauf schaut, das ihr Freiraum nicht beschnitten wird. Das die Bevölkerung und vor allem die Kinder darunter leiden ist dabei zweitrangig. Hauptsache die Autos und Lastwagen beherrschen weiterhin den öffentlichen Raum, der den Menschen und Kindern entrissen wurde..

 

 

 

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