Der Verunfallte und die Passanten

Wenn sich Nichtbetroffene zum Thema Umfahrung zu Wort melden, erinnert das Betroffene immer öfter an diese Situation:

Eine verunfallte Person liegt auf der Straße und benötigt dringend den Notarzt. Es ist offensichtlich dass dringender, medizinischer Handlungsbedarf besteht. Die selbst nicht betroffenen Passanten stehen aber nun schon seit Stunden neben dem Unfallopfer und diskutieren ob nicht auch ein Pflaster reichen würde…

Immerhin ist ein Pflaster auch günstiger als ein Notarzteinsatz und die möglicherweise folgende medizinische Behandlung. Manche Passanten meinen sogar, dass man zuerst überhaupt einmal über homöopathische Methoden nachdenken sollte und dass es ja schade sei um den dann eventuell notwendigen Gips die anderen benötigten, wertvollen Ressourcen. Der Verunfallte schaut dem Treiben fassungslos zu und kann es  nicht fassen, denn manche Passanten fühlen sich plötzlich selbst als Opfer und hindern andere Passanten daran die Rettung zu rufen..

So ungefähr fühlen sich die letzten Jahre für die Anrainer der B6 an. Der vor Stunden versprochene Rettungswagen (um bei dieser Analogie zu bleiben) wird auch die nächsten Stunden nicht kommen und die Nichtbetroffenen diskutieren munter weiter..